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Cake day: June 29th, 2023

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  • Ich habe „Der Verdacht“ von Friedrich Dürrenmatt gelesen. Bisher wahrscheinlich mein Lieblingskrimi von ihm. Komissär Bärlach liegt in diesem Teil im Sterben und ermittelt nur aus dem Bett. Die Handlung ist nicht weiter komplex aber sie bietet den Rahmen für viele interessante Gedanken über den Tod, woran Menschen Glauben und wie sie vom Glauben abfallen, warum Menschen Böses tun und ob man Böses auch aus gutem Grund tun kann. Gleichzeitig klagt Dürrenmatt hier auch die Schweizer an, die sich für ihre Unparteilichkeit im 2 Weltkrieg loben und die in dieser Zeit aber vielleicht trotzdem einiges an Schuld auf sich geladen haben.

    Außerdem habe ich „Der Doppelgänger“ von Dostoevsky gelesen. Das war eine Fortsetzung meiner letzten Wochen und hat mir auch gut gefallen. Auch wenn man hier merkt, dass es zum Frühwerk des Autors gehört und noch von etwas Schliff hätte profitieren können erkennt man schon einige von Dostoevskys Stärken die er in späteren Erzählungen perfektioniert. Die Handlung ist sehr ähnlich wie bei Gogols Tagebuch eines Wahnsinnigen, auch hier zerbricht mal wieder ein Titularrat an seiner überflüssigen gesellschaftlichen Position, aber wo Gogol übertreibt und sich lustig macht löst Dostoevsky das ganze psychologisch auf.


  • Das ist ein nettes Angebot, missversteht aber grundsätzlich die Motivation hinter dem besprayen von Zügen.

    Ziel ist, dass der Wagen das eigene Motiv durch die ganze Stadt verbreitet. Teil des Reizes ist auch dass man erwischt werden könnte. Wenn man seinen Namen auf nem kompletten Zug hat, sehen alle (die Teil der Community sind) wie krass man ist.

    Außerdem ist eine wichtige Komponente des Graffiti für viele der Vandalismus. Es ist ein Form des künstlerischen Wiederstands gegen das System, Getrifizierung und die bürgerliche Ordnung. Ein Fuck You an alle, die denken, dass Graffiti nur Geschmiere oder Sachbeschädigung ist. Wenn sich also jemand darüber aufregt erzielt der Künstler damit die gewünschte Wirkung. Deshalb werden solche Leute nie mit legalen Wänden zufrieden zu stellen sein. Wer auf legalen Wänden sprayt macht kein Graffiti, sondern Streetart.

    Bin selbst nicht mit der Dose aktiv und teile auch nicht alle diese Ansichten aber freue mich immer wenn ich irgendwo ein schönes Piece rumfahren sehe. Das macht den Alltag weniger grau.


  • Ich habe eine russische Woche Hinter mir:

    Nikolai Gogol / Der Revisor:

    Zuerst habe ich Gogols berühmtestes Theaterstück gelesen, „Der Revisor“. Das war ganz okay, eine archetypische Geschichte über Verwechslungen. Besonders gut hat mir gefallen, dass es eigentlich keine moralischen Charaktere gab. Alle sind verdammt korrupt, wissen das auch und rechtfertigen ihre eigene Korruption pausenlos. Aber insgesamt hatte ich von einem der berühmtesten Autoren Russlands etwas mehr erwartet.

    Nikolai Gogol / Petersburger Erzählungen:

    Dann habe ich mich an seine Petersburger Erzählungen (Der Nevski-Prospekt, Das Porträt, Die Nase, Der Mantel und Tagebuch eines Verrückten) gemacht. Es sind fünf, und ich fand sie alle großartig, einige sogar brillant. Am besten haben mir „Der Mantel“ und „Tagebuch eines Verrückten“ gefallen. Es handelt sich um in vielerlei Hinsicht ähnliche Geschichten über Bürokraten, die von der Gesellschaft ignoriert und vergessen werden, aber sie entwickeln sich zu ganz unterschiedlichen Lösungen. Die anderen waren ebenfalls großartig bis zumindest ziemlich gut.

    Soweit ich weiß, geht viel von Gogols charakteristischem Stil, dem sogenannten Skaz, in der Übersetzung verloren, aber was übrig bleibt, ist dennoch eine sehr schöne Schrift. Es ist hilfreich, etwas über die russische Bürokratie, Namen, Statussymbole der damaligen Zeit und ein Konzept namens „poshlost“ (Nabokov definiert es unter anderem als kitschigen Schund, vulgäre Klischees und falsche Tiefgründigkeit) sowie über Skaz selbst zu wissen, um das Lesevergnügen zu steigern, aber ich bin mir sicher, dass es auch Spaß macht, einfach zu lesen und zu sehen, was man ohne all das daraus mitnimmt.

    Ivan Turgenev / Tagebuch eines Überflüssigen:

    Das ist die Synthese aus Gogol und Lermontov. Turgenev übernimmt von Gogol den Skaz und den überflüssigen Menschen von Lermontov. Das Ergebnis ist ein Tagebuch, das der Protagonist zwei Wochen vor dem Tod beginnt, und in dem er noch einmal Schlüsselerlebnisse seines Lebens aufarbeitet. Turgenev hat hier einiges an eigener Erfahrung und Frustration reingepackt, weshalb vieles hier sehr psychologisch akkurat beschrieben ist. Allerdings ist der Protagonist so von seinen eigenen Unsicherheiten gelähmt, dass es sich manchmal etwas frustrierend Anfühlt. Das ist aber auch gewollt, die Unsicherheit macht die gefühlte Überflüssigkeit zur selbsterfüllenden Prophezeiung.


  • Hab ne kulturelle Woche hinter mir…

    Donnerstag war ich im Theater in „Love me Tender“, basierend auf dem gleichnamigen Roman. Ein Stück über eine Frau, die ihren Mann verlässt, den gut bezahlten Job aufgibt, ihre Wohnung verliert und auch sonst allen Luxus hinter sich lässt um mit Frauen Sex zu haben und ein Buch zu schreiben. Leider bleibt dabei auch ihr Sohn auf der Strecke, den ihr ex ihr durch Sorgerechtsstreits entzieht. Wenn die Hauptperson männlich wäre, wäre dieses Stück eine stereotype Scheidungsgeschichte. Aber die Hauptperson ist weiblich, weshalb viele der Dynamiken anders verlaufen, sie ist deutlich schwächer gestellt und gesellschaftlich weniger akzeptiert. Trotzdem hatte ich am Ende zwar Verständnis, aber wenig Sympathie für die Hauptfigur. Die Beziehung zu ihrem Sohn scheint sie aus egoistischen Gründen weiterführen zu wollen, was der Sohn dabei denkt ist nicht so wichtig. Bindungen, Liebe, Mutterschaft sind für sie Schimpfworte, die sie auf der Suche nach der persönlichen Freiheit behindern. Die Inszenierung hat mir gut gefallen, bis auf die Hauptperson gab es keine weitere Schauspieler, sie wurde aber von 3 Schauspielerinnen gleichzeitig gespielt. Auch das eher karge Bühnenbild hat gut gepasst.

    Den Rest der Woche habe ich vie gelesen:

    Mikhail Lermontov/ Ein Held unserer Zeit: Ein faszinierendes Werk über einen einst als dunklen Helden angesehenen Charakter, das heute jedoch eher wie das Tagebuch eines Narzissten wirkt. Als es geschrieben wurde, schien die Hauptfigur eine etwas ambivalente Persönlichkeit zu sein, ein machiavellistisches Genie, das ignorante gesellschaftliche Konventionen missachtet und alle Menschen in seiner Umgebung manipuliert. Ein dunkler Held, wie Byron ihn beschrieben hätte. Für einen modernen Leser geht jedoch das meiste davon verloren. Petschorin wirkt eher wie ein nervöser Aufreißer, der sich um nichts kümmert und sich hinter einer Maske vorgegebener Berechnung versteckt.  Lermontov war ein Genie in der Art und Weise, wie er diese Geschichte erzählt. Es war eine großartige Entscheidung, zuerst andere Menschen über seinen Protagonisten erzählen zu lassen und dann den Protagonisten selbst zu seinem unzuverlässigen Erzähler zu machen. Lermontovs Bemerkung, dass der Titel des Buches ironisch sein könnte oder auch nicht, verleiht ihm die notwendige Mehrdeutigkeit. Ich habe es wirklich genossen, dieses Buch von vorne bis hinten zu lesen.

    Voltaire / Candide: Ein so altes und grundlegendes Werk zu beurteilen, ist immer mit gewissen Herausforderungen verbunden. Einerseits sieht man deutlich, dass es zu seiner Zeit wahrscheinlich revolutionär war und einen Paradigmenwechsel darstellte. Andererseits kennt man bereits die Konzepte und Ideen, die sich daraus entwickelt haben, und diese sind möglicherweise besser durchdacht, da sie die hier vorgestellten Ideen weiterentwickeln. Vor allem Humor ist schwierig, da er auf einem Kontext basiert, der modernen Lesern möglicherweise fehlt. Candide macht vieles sehr gut, aber manchmal ist es etwas zu offensichtlich, was es darstellen will, fast schon bis zur Ungeschicklichkeit. Ich habe es gerne gelesen, aber insgesamt hat es mich nicht so sehr beeindruckt wie vielleicht die Leser, als es zum ersten Mal veröffentlicht wurde.

    E.T.A. Hoffmann / Der Sandmann: Hoffmann hat hier für seine Zeit mit Sicherheit etwas spannendes und innovatives geschaffen, aber mich persönlich hat es leider nicht umgehauen. Das liegt vor allem daran, dass die Figur des Sandmanns eine viel kleinere Rolle spielt, als zunächst angenommen. Coppolla wird am Anfang als bedrohliche Mephisto Figur mit alchemistischen Fähigkeiten auf gebaut, irgendwann dann aber von Olimpia verdrängt. Für mich fühlt sich das zuweilen fast wie zwei Geschichten an, die verschmolzen wurden. Die eine behandelt den mythische Sandmann, die andere die emotionslose Automatendame.
    Worin Hoffmann jedoch gut ist, das ist bei der Verwendung von Motiven, Symbolen und erzeugen von mystischer oder bedrohlicher Stimmung. Das hätte damals so einiges für den Deutschunterricht hergegeben und ist deshalb sicher auch heute noch dort beliebt. Auch die Ambivalenz ob sich Nathanael alles nur einbildet, eine Psychose erleidet oder der Sandmann wirklich existiert war eine gute Wahl.




  • Yo I sympathise with the sentiment and it is really fucked that there is so little done about that stuff.

    But, and I don’t mean this as an attack, you sound like you could use a news break for a while and maybe talk to someone in person. Sitting in bed at noon crying is definitely a sign of stuff being a bit out of balance and sometimes shit just gets too much to handle on your own in our time of flooding the zone with shit and hypernormalisation…



  • Ich stimme dir zu Kafka voll zu. Am Ende ist die Ambivalenz ja eine seiner größten Stärken. Es ist egal ob der Prozess für das Himmlische Gericht, den Kapitalismus, den Kampf mit dem eigenen Über-Ich, Depression und Burnout oder was weiß ich alles steht. Die Gefühle und psychologischen Zwänge sind universell und Teil des Mensch-Seins.

    Catcher ist soweit ich weiß schon immer umstritten. Erst waren konservative entsetzt, dann die Linken dagegen. Ich bin sicher mein take ist nicht besonders originell und es gibt schlauere und präzisere Kritiken und Analysen. Vielleicht macht die kontroverse Natur das Stück zu einem interessanten Spiegel der Zeit. Mir hat es trotzdem nicht gefallen, besonders mit dem Hintergrund als Schullektüre.



  • Ich habe wieder mal zwei Bücher:

    Der Process von Kafka war anstrengend, verstörend, rätselhaft und schwer zu greifen. Ich bin mir immer noch nicht sicher wofür das Buch eigentlich stehen sollte, was wohl auch ganz die Absicht des Autors war. Es liest sich nicht besonders angenehm oder leicht, doch auch das ist wohl Teil der Erfahrung und von Kafka gewünscht. Wer Kafka mag kommt hier auf seine Kosten.

    Dann hab ich noch The Catcher in the Rye von JD Salinger gelesen. Das fand ich erst mittelmäßig, nach mehr nachdenken allerdings dann aber leider doch scheisse. Holden ist ein privilegierter, misogyner, edgy kleiner Incel, dessen Weltbild darin besteht seine Mitmenschen und die Gesellschaft als „phony“ zu bezeichnen. Soweit so gut, vieles an dieser Gesellschaft ist tatsächlich heuchlerisch, aber statt diese Strukturen kongruent anzuklagen beschimpft Holden nur Individuen und besonders Frauen. Salinger baut keinerlei Momente in das Buch, in denen er Holdens toxische Philosophie als solche entlarvt und wenn ihm doch jemand widerspricht wird deren Autorität sofort untergraben. Die Carousel-Szene, in der Holden lernt, dass man Kindern die Möglichkeit geben muss, etwas zu versuchen und dabei zu falle ist klassische neoliberale Propaganda und wird durch den letzten Satz des Buchs entkräftet, so dass es wirkt als ob Holden wirklich gar nichts gelernt hat. Ich kann verstehen warum dieses Buch an amerikanischen Schulen so beliebt ist. Es zeigt Schülern dass in einer neoliberalen Gesellschaft Kritik OK ist, solange sie die Schuld beim Individuum, nicht beim System sucht. Lange hab ich kein so toxisches Buch mehr gelesen.



  • Letzte Woche hab ich’s mal wieder geschafft 2 Bücher, wenn auch ein sehr kurzes, zu lesen:

    „The Quiet American“ von Graham Greene ist eine Geschichte über die naive und überhebliche Selbstüberschätzung der amerikanischen Außenpolitik. Greene war hier durchaus etwas prophetisch. Obwohl die Geschichte den Indochina-Krieg, also den Kampf der Vietminh gegen die Franzosen als Rahmenhandlung verwendet und auch zu dieser Zeit entstand, sieht Greene bereits die ersten Vorzeichen des US-Vietnam Krieges und seines letzendlichen Ausgangs. Die Handlung ist durchaus spannend, auch wenn die Erzählstruktur den letzten Twist etwas überhastet erscheinen lässt. Greene schreibt generell aus der Perspektive eines Expats, weshalb man leider auch nicht besonders viel Einblicke in die Ansichten der lokalen Bevölkerung erhält. Die interessanten Settings dienen deshalb zwar als Kulisse, fühlen sich aber leider etwas austauschbar und oberflächlich an. Die Geschichte hätte genauso gut in Korea, Chile, Guatemala, Irak oder Afghanistan stattfinden können. Das zeigt zwar einerseits die Universalität von Greenes Beobachtungen, ist aber auch schade, da ich eigentlich gerne mehr über Indochina erfahren hätte.

    Außerdem habe ich „The Crucible“ von Arthur Miller gelesen. Auch von Miller hatte ich davor bereits ein Stück, Death of a Salesman, gelesen und gefeiert. The Crucible fand ich aber sogar nochmal ein Stücken besser. Miller gelingt es perfekt anhand der Salem Witch Trials den Irrsinn einer totalitären Gesellschaft zu zeigen, in der Anschuldigung gleich Schuldig bedeutet und Systemkritik als Hochverrat angesehen wird. Das Ende war mir vielleicht etwas zu dramatisch, Proctor wurde mir etwas zu sehr zum Märtyrer für die Wahrheit hochstilisiert, aber das ist verständlich, da dies nochmal die Hauptaussage des Stücks deutlich unterstreicht. Miller schrieb das Stück als Kommentar zur McCarthy era, in der auch er selbst in Schwierigkeiten geriet, doch die Muster die er aufzeigt sind universell. Das Stück ist recht kurz und man kann es an einem Nachmittag lesen. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.





  • Am Dienstag habe ich „Ein einfacher Unfall“ von Jafar Panahi geschaut. Sehr gute Meditation über Selbstjustiz, Rache, Vergebung und Widerstand gegen brutale Regime. Tolle Story, vor allem die ersten 20 Minuten fand ich perfekt inszeniert. Leider zieht sich der Film in der Mitte etwas, man hätte die Story gut auf 90min trimmen können. Die Charaktere sind trotzdem alle sympathisch und die Dialoge kommen selbst in der Deutschen Synchro noch glaubhaft und organisch rüber.

    Gelesen habe ich „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll. Das hat mir in Teilen sehr gut gefallen, besonders wenn Böll seine beißende, zynische und zutreffende Kritik am Kapitalismus, der mangelnden Denazifizierung und der katholischen Heuchelmoral der deutschen Nachkriegsgesellschaft übt. Allerdings ist Hans Schnier, der Protagonist, ein unsympathischer Moserer, dessen Frauenbild und seine Überlegungen zu seiner Ex Marie aus heutiger Perspektive mal so gar nicht gehen. Böll bezeichnet das Buch als Liebesgeschichte, für mich klingt es eher nach einem pathetischen, unausstehlichen Nörgler, den seine Freundin nur als Objekt der Begierde interessiert, der aber nie versucht hat zu verstehen, was diese eigentlich will.

    Außerdem habe ich eine weitere „Liebesgeschichte“ gelesen (jedenfalls gibt es Leute die es als solche bezeichnen). HemingwaysA Farewell to Arms“ hat sich überraschenderweise aber doch eher wie eine solche angefühlt, als der Clown. Ich würde den Roman zwar eher als Antikriegsnovelle mit romantischer Nebenhandlung bezeichnen, aber am Ende war mir die Romanze hier deutlich sympathischer. Auch Fred tut sich schwer, sich wirklich für das Innenleben seiner Cat zu interessieren, aber Cat fühlt sich durch Hemingways Erzähltechnik echter an, als Marie. Farewells Stärken liegen dennoch eher in der Darstellung des Krieges, und vor allen in den Überlegungen der Soldaten zu seinem Ende. Die Stimmung erinnert weniger an „Im Westen nichts Neues“ sondern an „Jarhead“. Es wird wenig gekämpft, den Feind sieht man nicht wirklich und wenn getötet wird, dann sind es die eigenen Männer die Desertieren. Ich bin ja insgesamt kein großer Hemingway Fan, aber Farewell hat mir gut gefallen.



  • Ich hab letztens „Harriet“ angeschaut. Generell bin ich kein großer Fan von Biopics, aber den hier fand ich besonders Kacke.

    Hier wird die Geschichte der wohl beeindruckendsten Freiheitskämpferin der US Geschichte so vermurkst, dass sie am Ende eher wie eine dumme, ungebildete Sturköpfin rüberkommt, deren Erfolg darin begründet wird, dass ihr Handeln von Gott geleitet ist. Sehr schade fand ich auch, dass man der eigentlich guten Hauptdarstellerin nichts zu tun gibt, außer genervt sein und durch die Gegend zu rennen. Auch die anderen Figuren haben nur schemenhafte Bruchstücke von Charakterzügen und Verhalten sich permanent irrational. Die Kostüme und Bühnenbilder sind austauschbar, die Beleuchtung und Cinematografie unterirdisch und die Dialoge kaum auszuhalten. Kann ich wirklich niemandem empfehlen.

    Außerdem lese ich aktuell wieder Frankenstein. Absolut verdienter Klassiker mit tollen Ideen und schöner Sprache. Mary Schelley war in ihrem Denken und ihrer Art zu schreiben in vielen Fällen ihrer Zeit voraus. Hier haben deutlich schlauere Leute schon deutlich mehr gesagt, als ich hier je in einen Kommentar packen kann, deshalb halte ich mich dazu hier kurz.