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  • Habe auch vor kurzem erst aufs 4er gewechselt. Früher musste ich immer wechseln, weil irgendwann die apps wegen mangelnder Android updates nicht mehr liefen. Diesmal hab ich das erste mal nur wegen dem Wunsch nach mehr Leistung gewechselt, da das e/OS system schon sehr regelmäßige Updates bereitgestellt hat. Jetzt habe ich nochmal nachgelesen und muss beeindruckt feststellen, dass es beim 3er noch mindestens bis 2028 updates geben soll und ggf. auch länger (reine android updates wurden glaube ich schon eingestellt). Hatte früher auch schon ein paar mal aus finanziellen und ökologischen gründen an kaputten Handys rumbasteln müssen und muss sagen, seit ich ein paar mal das Fairphone repariert habe, hat mich das komplett abgeholt: abgewetzte ladebuchse ausgetauscht: paar schräubchen rein und raus und nach max 5 min erledigt. Das gleiche beim displaytausch. Geile Nummer!




  • Genau, schon seit Jahren kommt niemand mehr auf die Idee, LCO in stationären Anwendungen einzusetzen, da teurer, etwas unsicherer und kurzlebiger. Selbst die meisten Klein- bis Mittelklasse E-Autos werden inzwischen überwiegend mit LIPO4 ausgestattet. Kleinere Energiedichte und etwas schmalerer Temperaturarbeutsbereich sind ja für Großspeicher ohnehin eine sehr untergeornete Rolle. Netter Nebeneffekt ist, dass man keine kritischen Rohstoffe und nur den Ausstoß der Hälfte der Treibhausgase in der Produktion pro kWh hat, wie bei LCO. Auf die Natriumbatterien warte ich auch schon gespannt, aber die sollen laut CATL ja schon seit Jahren im Hochlauf sein und bisher gibts glaube nur ein paar Leuchtturmprojekte in China. Aber wenn der Durchbruch kommt, kommt er bestimmt so schnell wie der von LIPO4. Auf jeden Fall krasser Boost für die Energiewende, dass Akkus und Erneuerbare so verdammt günstig sind, hätte ja auch anders sein können. Stellt euch das mal vor, als ob weltweit irgendwelche nennenswerten Kapazitätäten von den fossilen wegekommen wären, wenn der Preis nicht gestimmt hätte, wir wären noch viel mehr am Arsch, als wir es eh schon sind





  • Das stimmt, ich verstehe die Aussage “der Markt regelt das” halt als so, dass "der Markt Ohne staatliche Eingriffe (wie du sie beschreibtst) regelt. " Privat finanzierte Forschung ist ja jederzeit möglich, ich glaube nur, dass die Bereitschaft, da nennenswerte Summen reinzustecken, bei vielen (auch bei reicheren Leuten) eher begrenzt ist. Gut in den USA baut man ja viel auf das “Charity-Konzept”, aber ob das flächendeckend öffentlich finanzierte Forschung in großer Masse ersetzen könnte für Bereiche, absehbar keinen wirklichen Gewinn abwerfen, wär ich mir nicht so sicher, hab dazu aber auch noch nie Zahlen gesehen wie viel Charity in Staaten mit weniger Steuern im Vergleich zu Staatsausgaben in Staaten mit hoher Steuerlast in ähnliche Bereiche fließt.


  • Danke für den Link! Wenn ich es also richtig verstehe, ist das technisch machbar, aber ein Henne-Ei Problem, da die Netzbetreiber ihre Anforderung erst an vorhandene Technik stellen, diese ohne Nachfrage aber nicht hergestellt wird. Die Nachfrage wiederum scheitert an fehlenden regulatorischen Rahmenbedingungen.

    Könnte ja sein, dass die Netzbetreiber irgendwann festlegen, dass z. b. ab 2030 alle neuen Kraftwerke (inklusive Akkus) ab 1 MW Leistung netzbildend sein müssen. Da das Nachfragevolumen dann ungefähr vorherzusehen ist, werden die Dinger rechtzeitig gefertigt und Rahmenbedingungen auf Basis der Technik Gestaltet. Ist ja häufig so, dass es Vorgaben mit zukübftigem Stichtag gibt, die ohne technische Neuentwicklungen gar nicht umsetzbar wären. Meistens ist die technische Entwicklung wegen der klaren Vorgaben auch recht schnell. Z. B. Wurde schon 2017 festgesetzt, dass demnâchst alle Kläranlagen ab einer bestimmten Größe einen hohen Anteil des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors zurückgewinnen müssen. Damals gab es zur Rückgewinnung aus Asche/Klärschlamm höchstens ein paar Ideen aus den Unis aber keine wirtschaftlich umsetzbaren Konzepte für die realen Anforderungen der Abfallwirtschaft. Derzeit gibt es aber die ersten Pilotprojete und die flächendeckende Umsetzung müsste dann ab 2029 erfolgen. Bin immer wieder überrascht, wie schnell sowas gehen kann, wenn Planungssicherheit und konkrete Vorgaben gesichert sind.

    Und solche Themen finde ich insgesamt spannend. Ein anderes Beispiel: Die Bahn hat/hatte lange das Problem, nicht 100% garantieren zu können, dass ein Zug einen Bereich verlassen hat und vollständig ist - also keinen Wagen verloren hat. Das klingt so einfach und trotzdem gab es da lange keine praktikable Lösung für.

    Lol



  • Zumindest was Angebot und Nachfrage angeht… Z. B. die rasante technische Entwicklung der Erneuerbareninfolge des Ausbaus von PV und Windkraft seit der ersten Rot-Grünen Legislaturperiode hätte ohne die Einspeisevergütung auch erst Jahrzehnte später stattgefunden. Und wo wären dir privaten Batteriehersteller heute ohne die Jahrzehntelange weltweite öffentlichkeit finanzierte Grundlagenforschung. Es gibt halt bestimmte Schwellenwerte der nahenden Wirtschaftlichkeit einer Technologie, bevor die überschritten sind, gibt es auch keine privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung in diese Sache. Oder nur sehr kleine… Und selbst dann regelt der Markt noch lange keine sozialen oder ökologischen Belange zufriedenstellend. Als würde sich sich die Klimakrise mit fixen (unbekannten) Deadlines regeln, weil ein paar Ideologen beschließen, einen Aufpreis für klimafreundliche Produkte zu zahlen und das irgendwann viele tun. Dass Erneuerbare und Akkus im Vergleich zu Konventionellen so billig sind und der Markt hier regeln kann, ist ein bisschen Glück (hätte ja auch teurer sein können in Relation) und Jahrzehntelange außermarktliche Vorarbeit (und vielleicht ein paar ideologische KonsumentInnen)



  • Netzfolgende Wechselrichter können die Netzfrequenz von um die 50 Hz nicht selbstständig erzeugen. Sie folgen/synchronisieren sich mit der vorhandenen Netzfrequenz. Wenn dann mal Stromausfall ist, fallen diese Wechselrichter auch aus und können danach auch das Netz nicht von selbst wieder aufbauen oder stabisieren schalten erst wieder ein, wenn die Netzfrequenz wieder erreicht ist (zum Beispiel die meisten Balkonkraftwerkswechselrichter ohne Akku). Netzbildende Wechselrichter können sich Netzfrequenz selbst ausrichten und somit Inselnetze erzeugen oder das Netz gemeinsam mit anderen netzbildnenden Generatoren im Netz nach einem Ausfall wieder aufbauen. Klassisch gesehen drehen sich in herkömmlichen Kraftwerken die Generatoren (teilweise auch bei Windkraftanlagen) mit 50 Hz, so kommt auch die Netzfrequenz zustande. Es gibt aber auch Netzbildende Wechselrichter für PV-Anlagen, diese sind auch inzwischen weitverbreitet (ein großer Teil der privat verbauten Hybridwechwechselrichter, also mit Akku kombiniert.). Wenn der Strom zuhause aufällt, kann die privaten inselfähige PV-Anlage sich automatisch vom Netz trennen (zur Sicherheit, falls das Netz z.B. extra für Arbeiten daran zeitweise abgeschaltet wurde oder allg. zur Wiederherstellung daran gearbeitet wird) und im Hausnetz die 50 Hz bereitstellen. Quasi alle modernen Heim-PV-Anlagen (da heutzutage fast immer mit Akku kombiniert), die über ein Stecker-Kraftwerk hinausgehen, können das. Ich kenne natürlich nicht alle Modelle, aber z. B. die gängigen SMA-Hybridwechselrichter, die in meiner Firma verbaut wurden waren inselfähig, das war auch von fast allen KundInnen auch so gewünscht, die Funktion wird ja quasi mit dem klassischen System sowieso mitgeliefert. Da diese Anlagen bei Stromausfall “die Hausinsel” vorschriftsgemäß vom öffentlichen Netz trennen müssen, können sie dem öffentlichen Netz derzeit auch nicht helfen, sich nach einem Ausfall wieder aufzubauen. Technisch ist das aber problemlos möglich. Da die meisten Freiflächen PV-Anlage Volleinspeiser sind, also eine Inselssystembereitstellung nach derzeitigen privatwirtschaftlichen Gegebenheiten keinen Sinn macht (schon gar nicht ohne Akku), sind netzbildende Wechselrichter da soweit ich weiß noch kein Thema. Die Übertragungsnetzbetreiber haben da aber einen sehr guten Überblick, wo wie viele Netzbildner vorhanden sind und wie viele notwendig sind und werden falls nötig eingreifen oder eben bei Neuanschlüssen Vorgaben machen, das kommt für große PV-Ankagen bestimmt noch, je mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden. Für große Akkus gilt theoretisch das gleiche, die hängen ja auch an einem WR. Hattest du denn eine Begründung in deiner Quelle, warum das alles ein Problem werden sollte? Also wenn der Speicherausbau unreguliert passieren sollte, kann ich mir das schon vorstellen, aber das ist glaube in D eher unwahrscheinlich.


  • Hm i think when you have a for whatever reason much discussed topic you will always meet people with opinions that have not much research backgorund or on the other hand people with very strong opinions on both sides who are not open to the other sides arguments. For example: I talked about a few “accidents” and you wouldnt try to understand, why someone like me would think there were some accidents and talk about that there was just one major implying that Fukushima was peanuts and not an issue at all. Of course the truth is (regardless the risk of what maybe could have happened, i think many people who think about Fukushima are more afraid of what could have happend than what happened), that the impact of Fukushima lies somewere between “nothing” and “Tschernobyl”. I didnt even try to discuss pro or con nuclear, i just tried to explain why i think what happened or changed in the last years could easily change someones opinion on that topic. Most people i know that changed their opinion on nuclear say things like “given that climate change is now a bigger issue than i thought 20 years ago, we maybe should have used more nuclear instead of burning coal despite the nuclear waste, 20 years ago i thought different. Also given, that new nuclear plants are very expensive and existing plants are old and risky, i think we should focus on renewables and batteries, because they are clean, decentral, and very cheap now.” something like that, just as an illustration.

    That aside, honest question without ruse: who do you think the profiting propandagist is, which you refer to? Oil industry? Wouldnt renewables then be part of the same story?


  • Why do you think the people who said that “we cant do it” are the same people who now say “now its too late”? The pro and contra points to nuclear energy are pretty obvious. Also obvoius is, that these pros and cons are predestinated for disagreement. Also its obvious that opinions can change, on the one hand people maybe start priorize low carbon enegry production, on the other hand rivers for cooling are drying, a few accidents happened, and the price for nuclear energy is now pretty high while the price for renewables and batteries is dropping. We had a lot of change in circumstances in the last years and decades to discuss so saying “fuck off” is pretty pathetic in this case if you ask me


  • Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen (hatte vor ein paar Jahren mal was mit klassischen Müllverbrennungsanlagen zu tun und dort auch nur in einem sehr begrenzten technischen Teilbereich… Da die Restabfallzusammensetzung bei der Verbrennung und Abgasreinigung eine große Rolle spielt, ist alles auch ein bisschen verwoben. Wenn zum Beispiel irgendwas rechtliches mit Recycling geplant ist, werden die Verbrenner direkt ganz Ohr, da die ihre Anlagentechnik über Jahrzehnte auslegen, deshalb hab ich von vielem am Rande ein bisschen was mitbekommen, ohne groß was damit zu tun zu haben. Aber ist irgendwie auch so ganz spannend für mich, was man vielleicht an meinen langen Ausführungen merkt. Man hat halt auch so selten die Möglichkeit, über so ein Nischenthema seinen Senf dazu zu geben haha). würde ich vermuten, dass der bei der Vorreinigung nicht entfernte Schimmel spätestens in der Heißwäschestufe löst, in der die zerkleinerten Flakes in einem heißem Natronlauge-Tensidbad gespült werden. Bevor die eingeschmolzen werden, gibts aber nach der Wäsche trotzdem noch ne Aussortierung von Fremdstoffen oder verbliebenen verunreinigten Flakes mithilfe optischer Sensoren.



  • Genau! Alle Verpackungen werden je nach Recyclingfähigkeit in 3 Kategorien eingeteilt und ab 2030 darf die schlechteste Kategorie nur in Ausnahmefällen noch benutzt werden. Welche Verpackung unter welche Kategorie fällt, wird aber erst 2028 festgelegt (möge die Einteilung streng werden). Wofür die verwendet werden, hängt von der Kunstoffart ab, aber z. B. Ungefärbtes und sortenreines PET (transparent) oder HDPE (milchig) lässt sich recht problemlos im Kreislauf führen (Ausnahme Lebensmittelverpackungen, die dürfen recycelt nur aus Pfandflaschen oder Produktionsausschüssen hergestellt werden.). Man sieht (oft am Boden des Produkts) eine Einstanzung mit dem Kunsstofftyp, falls es recycelt wurde, steht oft ein kleines r davor, z.B. rPET. Bei mir zuhause fällt mir für rPET da z.B. die Spüliflasche ins Auge, bei rHDPE die Shampooflasche. Auch viele Folien entstammen oft dem Recycling oder Euroboxen, Regentonnen (das sind so die Produkte, die mir im Haushalt auffallen). Sehr viel PET geht auch (leider) als Polyestergewebe in Kleidung. Letztendlich wird leider noch so viel frisches Kunststoffgranulat aus Erdöl hergestellt, dass recyceltes einfarbiges Granulat direkt als gleichweriger Wertstoff in irgendwelche Produkte geht, der Flaschenhals beim Recycling soweit ich weiß derzeit ist weniger die Verwendung des Recyklats (zumindest bei PET und HDPE) als die Sortenreine Sammlung/Trennung oft schlecht recycelbar designten Materials (zumindest in D mit hoher Sammelquote).


  • Stimmt, die 70% werden beim Input gemessen. Wenn Kunststoff verbrannt wird und die Schlacke im Straßenbau verwendet wird, zählt das nach Kreislaufwirtschaftsgesetz dennoch als thermische Verwertung (auch wenn streng genommen hinterher ein Teil stofflich verwertet wird) und darf nur erfolgen, wenn die stoffliche Verwertung nicht möglich ist. Z. b. weil es sich um schlecht trenbbare Verbundskunststoffe handelt, die mit den neuen Vorgaben hoffentlich bald endlich nicht mehr standardmäßig als Verpackung eingesetzt werden. Das wurde so definiert, um genau diese Tricksereien zu verhindern. Es gibt auch Kunststoffflakes, die im Straßenbau verwendet werden können und als stoffliche Verwertung angesehen werden dürfen, die werden aber nicht verbrannt. Hast du eine Quelle dafür, dass Schlackenutzung im Straßenbau als stoffliche Verwertung gemäß Abfallhierarchie angesehen werden darf? Ich war in den letzten Jahren aus beruflichen Gründen bei den Novellen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes eigentlich immer weitestgehend auf dem Laufenden und würde mich wundern, wenn es derzeit dieses Schlupfloch noch gibt, diese Grauzone wurde eigentlich schon seit langer Zeit durch klare Definitionen geschlossen. Meines Wissens nach zumindest, man bekommt ja auch nicht immer alles mit. Ich will auch gar nicht die schlechte Verwertungsquote bei Kunststoffen schön reden, meine Aussage bezog sich nur darauf, dass es nicht stimmt, dass der Großteil aus dem Gelben Sack verbrannt wird (auch nicht wenn er verschmutzt ist), das rechtlich gar nicht erlaubt ist und ein wichtiger Aspekt, warum immer noch Unmengen verbrannt werden dürfen (oder müssen) durch die neuen Regeln ab 2030 eingedämmt werden soll. Was reycelbares Verpackungsdesign ausmachen kann an der stofflichen Verwertungsquote, kann man ja, wie du auch schreibst, am Pfandsystem von PET-Flaschen sehen, mit Quoten weit über 90%.